Meine Lehrphilosophie

Warum Gedanken machen zur Lehrphilosophie?

Die Lehrphilosophie beschreibt, was dir beim Lehren wichtig ist und welches Lehrverständnis du hast. Dieses prägt natürlich deine Lehre. Aber warum solltest du dir Gedanken dazu machen?

Ich musste meine Lehrphilosophie im Rahmen vom Hochschuldidaktikkurs darlegen. Wenn ich jetzt Seminare gebe, ist mir viel stärker bewusst, was mir wichtig ist und versuche das umzusetzen. Sie dient mir als roter Faden bei methodischen Überlegungen und beim Formulieren der Lernziele. Probiert es doch mal aus! Macht euch ein paar Notizen: Was willst du bei den Studierenden bewirken? Welches Lehrverständnis hast du? Was verstehst du unter guter Lehre und was ist dir wichtig?

Damit ihr eine Vorstellung davon erhaltet, wie das aussehen kann, zeige ich euch meine Überlegungen zu meiner Lehrphilosophie.

Ziele meiner Hochschullehre

Mit einer guten Hochschullehre möchte ich den Studierenden sowohl ermöglichen langfristig ihr Wissen zu erweitern, als auch überfachliche Kompetenzen zu erwerben. Dazu gehört die Entwicklung von Interessen und Kompetenzen, die über meine Veranstaltungen hinausgehen, z.B., dass sie Forschungsergebnisse kritisch einschätzen oder sich für den neusten Forschungsstand zu Rechenschwäche interessieren. Eines der wichtigsten Ziele, das die Studierenden erreichen sollen, ist die Fähigkeit zu wissenschaftlichem Denken und Arbeiten.

Mein Lehrverständnis

Ich habe ein konstruktivistisches Verständnis vom Lernen. Das heisst, dass ich Lernen als einen Prozess verstehe, bei dem Wissen individuell und aktiv konstruiert wird. Die Wissenskonstruktion ist subjektiv, weil sie auf der Interpretation und Bedeutungszuschreibung bereits bestehender Wissenselemente basiert. Als Lehrende bin ich daher keine reine Wissensvermittlerin, sondern eine Lernbegleiterin, die unterstützt, anregt und berät und die Veranstaltungen so gestaltet, dass die Studierenden aktiv lernen können. Um das unterschiedliche Vorwissen der Studierenden zu nutzen und allen Studierenden aktives Lernen zu ermöglichen, setze ich verschiedene didaktische Methoden und Sozialformen ein.

Umgang mit Heterogenität und Lehr-Lernbeziehung

Häufig habe ich eine sehr heterogene Gruppe von Studierenden, was ihr Vorwissen und ihre Erfahrungen angeht. Daher ist mir wichtig, zunächst mehr über ihre Vorerfahrungen sowie Erwartungen zu erfahren. Wenn ich diese kenne, kann ich im Verlauf des Semesters darauf eingehen und somit für eine wertschätzende Lehr-Lernbeziehung sorgen. Ein gutes Unterrichtsklima ist die Grundlage dafür, dass die Studierenden sich an den Veranstaltungen beteiligen, mitdiskutieren, ggf. Fragen stellen und Freude am Lernen haben. Für eine wertschätzende Lehr-Lernbeziehung tragen auch transparente Lernziele und Erwartungen meinerseits bei. Viele Studierenden haben noch Hemmungen vor einer Gruppe zu sprechen. Deshalb plane ich nicht nur zu Beginn des Semesters Aktivitäten zum Aufbau einer konstruktiven Lehr- Lern-Beziehung ein, sondern auch während des Semesters. Dazu eigenen sich spielerische Sequenzen, ein Quiz oder kurze Gespräche während Gruppenarbeitsphase und vor oder nach der Veranstaltung.

Einbringen von Praxiserfahrung

Damit die Studierenden Theorien, Entwicklungsmodelle oder komplexe Inhalte besser verstehen und deren Relevanz erkennen, sind Beispiele aus der Praxis hilfreich. Da ich Berufserfahrung als Lehrperson und als Forscherin habe, kann ich diese Verknüpfung gut herstellen.

Wichtige Aspekte meiner Lehrveranstaltungen

In meiner Lehre sind mir folgende Aspekte besonders wichtig:

  • Zielgruppenorientierung
  • Kompetenzorientierung: Transparenz und Überprüfung der Lernziele
  • vielseitige und aktive Auseinandersetzung mit den Themen

So, das ist also meine Lehrphilosphie bzw. mein roter Faden in der Hochschullehre.

 

Ein Kommentar zu “Meine Lehrphilosophie

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